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Und Nadine liess es laufen...

Erinnerungen

Nadine

II.



Ein unglaubliches Geschenk. Es war nichts aufwändiges, nichts zeitraubendes, nichts anstrengendes, bedurfte keiner Vorbereitung, entsprang allein aus einer Spontanität heraus verbunden mit dem Geist einer jungen Frau, die in bestimmten Augenblicken sich total lösen konnte von Konventionen, von jeglichen Tabus, von ihrer gesamten angestammten Erziehung, ein Geist welcher Gedanken an jegliche Konsquenz einer Tat wahrhaftig nihilieren konnte für einige, aber entscheidende Momente - etwas wirklich aussergewöhnliches. Für mich war es ein Augenblick des Himmels auf Erden, ein Diamant des Erlebens, ein Stern der Sinnlichkeit.... Etwas vorher zwischen uns unausgesprochenes. Es wurde dargebracht auf einer unserer Events, es war Silvester, wir hatten soeben auf dem Flachdach das neue Jahr mit viel Hallo, grandiosem Blick auf das Stuttgarter Feuerwerk, mit Umarmungen, Küsschen und auch innigen Küssen begrüsst. Mit dabei war sie, Nadine, welche mit ihren 19 Jahren den weiten Weg von Berlin nicht gescheut hatte. Sie war (und ist) für mich der Inbegriff der Begierde selbst, eigenwillig schön, eine mädchenhafte, sinnlich-kurvige Figur wie aus einem Traum, geheimnisvoll in allem was sie tat, was sie sagte und verschwieg, und ihre Kostümierung, der Kussmund aus dem Vorspann der Rocky Horror Picture Show, dem Thema des aktuellen Ereignisses, war durch ihre schwarze Corsage, ihren ganzflächig schwarz geschminkten Körper und den feuerroten Lippen dazu so vollkommen verführerisch getroffen, dass sie auf jeden Menschen auf der Party wie die Verführung selbst wirkte und heute noch, Jahre danach, als Legende durch die Geschichten huscht. Da wir beide etwas leicht bekleidet waren, beschlossen wir ein paar Minuten früher als die anderen, das Dach wieder zu verlassen und stiegen die steile Stiege hinab ins Dachgeschoss. Eine der Dachkammern hier war provisorisch als Lagerstätte für Übernachtungsgäste eingerichtet, mit einer Matratze, einem Heizlüfter und mattem, kaum wahrnehmbarem Licht. Ich voran, half ihr die Stiege herab, ihre Taille umfassend, und bedauerte schon sehr, für diesen Abend eigentlich "Waffenstillstand" ausgerufen zu haben. Jedoch ein Blick in ihre Augen machte diesen Entschluss binnen eines Augenblicks zur Farce. Wir fielen völlig unerwartet übereinander her, sie zerrte mich in diese kleine Kammer, wir liessen uns auf die Matratze niedergleiten, ich tauchte mein Gesicht in die schwarze Schminke, die ihren ganzen Körper überzog, suhlte mich regelrecht darin, naschte von ihren teuflisch geschminkten Lippen, enblöste ihre, auch unter der Corsage, schwarz geschminkten, sehr festen, runden Brüste, befreite sie ihres schwarzen Spitzen-Slips, entdeckte zu meiner Entzückung ihre zum ersten Mal überraschend total rasierte, ebenso völlig schwarz geschminkte Scham, aus der ihr Fleisch wie ein zweiter leuchtendroter Mund mich nass pulsierend begehrte, sich umrahmt von schwarzen Lenden hungrig mir entgegendrängte und eroberte sie stürmisch und ausser Rand und Band wie einst Hannibal mit seiner Horde in die friedlichen Gestaden des römischen Reiches eindrang.... Die Erlösung war so heftig, das Ergiessen tief in ihre Tiefe so gross, wir schrien beide, konnten unsere Körper nur zitternd-zögernd voneinander trennen.... ich drehte mich von ihr herunter auf den Rücken, an ihre Seite... sie stütze sich auf, beugte sich herüber, alles in flüssiger, vollkommen geschmeidiger Bewegung, die Sinne von uns beiden noch völlig vernebelt vom Erlebten, beide barbarisch verschmiert, gelöst, unendlich glücklich, sie kauerte sich auf alle vieren über mich, ihre Brüste schweben über meiner Brust, gerade mit ihren festen Nippeln einen Hauch berührend, ihre dunkeln Augen tief in meine versenkend... leise Worte murmelten aus ihrem Mund - 'Ich kann es nicht mehr halten - nimm es als ... mein ... Geschenk...' und spürte plötzlich, wie mein Schwanz Wärme erfuhr, schmeichelnd, fliessend, von einem leichten zischenden Geräusch begleitet, wie mein Schwanz, mein ganzes Gemächt, das für mich in diesem unvergesslichen Moment mein ganzer Körper war, erobert und umgarnt wurde von der warmen Feuchte ihres Innersten, unendlich verwöhnt durch ihre Unerschrockenheit, ihre Gedankenlosigkeit, ihre bedingungslose Hingabe an genau diesen einen Augenblick... Es war ein Geschenk, wie ich es mir so niemals hätte jemals ausmalen können...
1.5.05 10:38
 
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bisher 3 Kommentar(e)     TrackBack-URL


Schwanenschrei / Website (1.5.05 17:53)
Wie ich eben schon per sms fragte: ist es die nadine, die schon einmal bei erinnerungen erwähnung fand?
Wie lange liegt dieses Ereignis zurück? Es scheint dir gut im Gedächtnis verblieben zu sein. Ich habe übrigend "Henry, June und ich" angefangen


promisc / Website (2.5.05 08:29)
Ja, und das ist auch ihr richtiger Name (wie alle Namen aus meinem Leben in diesem Blog)
Sie hat ein paar Ähnlichkeiten mit Dir. Ich vermisse sie... sehr ...
Ihre Ähnlichkeiten zu Dir beruhen mehr auf meinen Emotionen ihr & Dir gegenüber als auf zeigbaren Dinge - nenne ich es mal Einem-Menschen-Gegenüber-Gefühl.
...das war vor zwei Jahren und sie hat die unglaubliche Freiheit ihres Geistes mittlerweile (hoffentlich nur vorübergehend) verloren - weshalb wir "nur noch" Freunde sind. Die darüber jedoch fast verzweifeln, besonders wenn wir uns berühren und dann diese Wand aus trennender Energie zwischen uns spüren.
Es war eine Krankheit -schiozoide Paranoia-, die danach folgende Medikamentation, ein Missverständnis und ein anderer, konservativer Mann, der zuerst das Gegenteil zu sein schien und sie dann "brach".

Ich bin gespannt, was das Buch Dir - Seite für Seite - sagt, Angie :-)



phantast / Website (2.5.05 10:14)
Herrje, jetzt muss ich dich schon wieder beneiden. Ich sehe die Inszenierung so wahrhaftig, dass sich unerträgliche Wohligkeit breitmacht. Wunderbare Maskerade.
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Nadine also. Hm. Nadine. Diese Frau wäre für mich wirklich . . .


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